"MENSCH BEGREIFE DICH ALS ATEM".

 

Kein Satz könnte das dichterische Schaffen sowie den persönlichen Werdegang Josef A. Riemer besser beschreiben, als der Titel des vierten Buches.

Was liegt da an sch√∂nen Gedanken verborgen, klingen k√§mpferische Signalen, zarte Liebeslyrik sp√ľrbar, - tritt die Sch√∂nheit der deutschen Sprache, wie sie heute immer seltener gehandhabt wird - zutage. "Die Sprache ist mir alles! Was und wie ich denke, f√ľhlend beschreibe, wie ich angesprochen, antworten kann; ja meine Handlungen m√ľssten ihrer Gesetzm√§√üigkeit und Aus- druckst√§rke angen√§hert sein.

 

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Nun, es ist sicher zuwenig Zeit, ihrer Gr√∂√üe und √ľberraschenden Tiefe, geformt durch jahrhundertalte Wort- und Begriffssch√∂pfungen im Heute gerecht zu werden; aber, vielleicht gelingt es mir ein einziges Sinnzeichen, f√ľr das mein Name in ihrer Ewigkeit steht", wie der Autor mir in einem Gespr√§ch erz√§hlte.

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Bei Josef A. Riemer ist der Mensch dem ewigen Lebensgesetz in all seiner Sch√∂nheit und H√§rte un- terworfen. Das Wissen und die daraus folgende Verantwortung gegen√ľber dieser Gesetzlichkeit fordern geradezu die Bejahung des Lebens.

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Mag. Dr. Siegfried Zelber